Die andauernden Studentenproteste gewinnen an internationalem Echo. Besonders auffallend ist dabei, dass die Organisation der Bewegung, welche nämlich weitgehend via Social Media passiert, als markantes Merkmal hervorgehoben wird. Auch ich verfolge seit dem Beginn der Proteste fasziniert die einem Lauffeuer vergleichbare Verbreitung von Informationen, Inhalten und Gerüchten via Twitter, Facebook und Co.
Nahezu seit der ersten Stunde der Demonstration ist es möglich sich via Twitter, Facebook, Live-Stream (ins Leben gerufen von Luca Hammer), Chat und Co. nicht nur über die aktuelle Lage vor Ort zu informieren, sondern sich auch auch jederzeit in die Diskussion einbringen: Direkt und schneller als es via klassischer Medien je möglich wäre.
Basierend auf bestehenden Netzwerken und Strukturen kreierten die Studenten ihre eigenen Kommunikationsmedien, mit welchen sie kommunizierten, informierten und schließlich eine Massenbewegung auslösten.
So etwas hat es in solch einem Ausmaß in Österreich noch nicht gegeben. Nie zuvor waren das Potenzial und Möglichkeiten der Social Media in Verbindung mit einem Ereignis öffentlichen Interesses in Österreich so deutlich in der Praxis ersichtlich. Auch die zunehmende Vernetzung von Realität und Virtualität ist anhand der Protestaktion deutlich erkennbar und lässt nur ahnen, welch eine Dynamik und gesellschaftliche Bedeutung diese Thematik in Zukunft entwickeln wird.
Zwar haben öfters schon diverse Veranstaltungen und Protestaktionen bewiesen, welche Vorteile eine Organisation via Social Networks bietet, man denke etwa an die „Freiheit im MQ! Bring Your Beer to Museumsquartier“ – Aktion im Juni des vergangen Jahres oder diverse Flashmobs, doch die aktuellen Protestaktionen übersteigen, die in Österreich bisher bekannten Dimensionen.
Doch wie ist dies genau gelungen?
Einige Erklärungsversuche zu diesem Thema können bereits gelesen werden, wie etwa auf helge.at, er schreibt:
Das Besondere daran: Am Werk sind nicht zentrale Organisationsstrukturen à la Hochschülerschaft sondern adhoc gebildete und über Twitter & Co (Hashtag: #unibrennt) kommunizierende Netzwerkstrukturen. Im Detail nachzulesen bei Philipp Sonderegger und Jana Herwig.
Auch die vor kurzem von Jürgen Kopax ins Leben gerufene Facebook-Gruppe “Warum brennt die Uni so gut” befasst sich mit diesem Thema und lädt zur Diskussion ein.
Oder das aus dem Nichts entstandene Wiki: http://unibrennt.at/wiki/index.php/Main_Page Auch hier kann man sich nicht nur informieren, sondern auch selbst einbringen.
Die Protestaktion lässt einen frischen Wind durch Österreichs Web 2.0-Landschaft wehen, die Fülle neumedialen Outputs ist schlichtweg beeindruckt. Bitte weiter so!
Auszüge internationaler Medienberichterstattung:





